Therapie

 

Nicht nur die Diagnostik, sondern auch die Therapie des Eisenmangels musste im Verlauf unserer patientenorientierten Forschung neu definiert werden. Infundiert wurden Eisensubstitute bislang ausschließlich bei Patienten mit Nierenkrankheiten, die regelmäßig eine Dialyse-Behandlung über sich ergehen lassen müssen und in der Regel anämisch sind. Während Dialyse-Patienten in klar definierten Intervallen immer wieder Eiseninfusionen erhalten, müssen Eisenmangelpatienten ohne Anämie - entsprechend unserem Konzept - gezielt intravenös mit Eisen aufgesättigt und anschliessend, gewissermaßen durch „Nachfüllen“ vor Rückfällen bewahrt werden. Die enorme Erweiterung der Indikation von Infusionen - eine Konsequenz der Entdeckung des Eisenmangelsyndroms - war für uns eine große Herausforderung im Hinblick auf den „Umgang“  (Diagnostik, Therapie und Prävention) mit Patienten, deren Eisenspeicher leer sind und die beispielsweise unter depressiven Verstimmungen oder Schlafstörungen leiden.

 

Es erscheint grundsätzlich logisch, symptomatischen Eisenmangelpatienten das fehlende Eisen zu substituieren. Das gilt für die rasche, aber sanfte Aufsättigung als Akutbehandlung wie auch für das spätere - achtsame und gut dosierte - „Nachfüllen“ als Präventionstherapie...

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