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Das AD(H)S „boomt“

 

Die meisten Kinder mit einem Aufmerksamkeitsdefizit (Konzentrationsstörung) haben einen Eisenmangel. Allerdings weiss kein Arzt davon. Aus diesem Grund werden die leeren Eisenspeicher in der Regel nicht gefüllt, sondern anderweitige Behandlungen vorgeschlagen wie z.B. die Verabreichung des psychostimulierenden Medikaments Ritalin. Aufgrund unserer Erfahrung lohnt es sich, die leeren Eisenspeicher von AD(H)S-Kindern als Erst-Linien-Therapie zu füllen und erst dann, wenn es überhaupt noch notwendig ist, eine Zweit-Linien-Therapie planen.

Definition nach Wikipedia

 

„Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die auch als Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom oder Hyperkinetische Störung (HKS) bezeichnet wird, ist eine bereits im Kindesalter beginnende psychische Störung, die sich durch Probleme mit der Aufmerksamkeit sowie Impulsivität und häufig auch Hyperaktivität auszeichnet. Etwa drei bis zehn Prozent aller Kinder zeigen Symptome im Sinne einer ADHS. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen.[1] Die Symptome können mit unterschiedlicher Ausprägung bis in das Erwachsenenalter hinein fortbestehen.

Daneben existieren alternative Bezeichnungen und Abkürzungen, welche teilweise übereinstimmende Krankheitsbilder beschreiben, teilweise spezielle Ausprägungen bezeichnen. Verbreitet ist besonders die Bezeichnung Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS). Veraltet sind hingegen die Bezeichnungen Minimale Cerebrale Dysfunktion (MCD) und Psychoorganisches Syndrom (POS). International wird üblicherweise von Attention Deficit/Hyperactivity Disorder (ADHD), bzw. Attention Deficit Disorder (ADD) gesprochen.

Die Aufmerksamkeitsdefizitstörung ist nach derzeitigem Stand (2005) ein multifaktoriell bedingtes Störungsbild mit einer erblichen Disposition, welche die Ausbildung der Krankheit begünstigt.[2] Auf neurobiologischer Ebene wird es unter anderem als striatofrontale Dysfunktion erklärt. Für den Verlauf und die individuelle Ausprägung spielen daneben psychosoziale Faktoren und Umweltbedingungen eine wichtige Rolle.

Betroffene und ihre Angehörigen stehen meist unter erheblichem Druck. Versagen in Schule oder Beruf und die Entwicklung von weiteren psychischen Störungen sind häufig. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad, den jeweiligen Symptomen sowie dem Alter des Betroffenen. Wegen der Komplexität der Störung wird angestrebt, verschiedene Behandlungsansätze zu einer auf den Patienten und sein soziales Umfeld zugeschnittenen Therapie zu kombinieren“.

 

Ritalin als Opium für das Volk?

 

Die Schweizer Behörden sind beunruhigt und verlangen eine Untersuchung. Heute wird acht mal mehr Ritalin an Kinder abgegeben als noch vor zehn Jahren. Nicht nur in der Schweiz, sondern auch in der EU und den USA. Vermittelt wurde diese Erkenntnis vom Tagesanzeiger (Februar 2009).

 

Der Angelpunkt der „Ritalin-Geschichte“ im Tagesanzeiger war die Entdeckung, dass in der Nähe von AD(H)S-Selbsthilfegruppen mehr Ritalin verkauft wird als in anderen Gegenden, die von den Selbthilfegruppen „verschont“ blieben.

 

Der Tagesanzeiger berichtet weiter, dass Ritalin als psychoaktive Substanz einen kokainartigen Effekt ausübe. So erstaune es nicht, dass Kinder, die kein Ritalin mehr schlucken möchten, dieses auf der Gasse an Junkies „verhökern“.

 

Früher nannte man diese Knaben und Mädchen „schwierige Kinder“, später benannte man sie als Patienten mit einem POS („psychoorganisches Syndrom“) und kurz vor dem Millennium-Wechsel wurde der Begriff AD(H)S geprägt. Seit dann nimmt die Einnahme von Ritalin stetig zu.

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