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Sind antidepressive Psychopharmaka der Gruppe SSRI unwirksam?

 

Basler Zeitung online 26.2.08

London. dpa/baz. Antidepressiva der neuen Generation haben einer britischen Studie zufolge bei den meisten Patienten kaum eine Wirkung. Sie hätten auf die meisten Menschen mit mittelschweren Depressionen keinen anderen Effekt als das Scheinmedikament Placebo, berichten britische Forscher in der am Dienstag veröffentlichten Studie der Universität Hull. Wirkung hätten die Medikamente nur bei einer sehr kleinen Gruppe von Patienten, die an schwersten Depressionen litten. Es gebe also kaum Gründe, diese Antidepressiva zu verschreiben.

"Der Unterschied in der Besserung bei Patienten, die Placebos nehmen und Patienten, die Antidepressiva nehmen, ist nicht sehr gross", sagte Professor Irving Kirsch von der Psychologie-Fakultät in Hull. Die Untersuchung wurde im Fachmagazin "PLoS Medicine" (Public Library of Science Medicine, Bd. 5, e45) veröffentlicht. Die Studie sei eine der gründlichsten über Antidepressiva der neuen Generation, der sogenannten Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.

 

Hersteller weisen Ergebnisse zurück

Die Wissenschaftler überprüften für die neue Studie Daten aus 47 veröffentlichten und unveröffentlichten Klinikstudien. Dabei untersuchten sie vier häufig verschriebene Medikamente, die unter anderem die Wirkstoffe Fluoxetin, Venlafaxin und Paroxetin enthielten. Sie betrachteten auch die Studien, die für die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA nötig waren. Selbst Klinikstudien, die auf eine positive Wirkung bei schwerdepressive Patienten hindeuteten, hätten dafür keine klaren Beweise gegeben, erklärten die Wissenschaftler.

Zwei Hersteller, Eli Lilly und GlaxoSmithKline, wiesen die Ergebnisse der neuen Studie dagegen zurück. Andere Untersuchungen hätten die positive Wirkung der Medikamente gezeigt. Patienten sollten die Einnahme nicht absetzen.

 

Kommentar

Die ärztlichen Eisenzentren sehen jeden Tag Patientinnen, die über Monate oder Jahre hinweg Antidepressiva geschluckt haben - ohne wirklichen Erfolg. Sonst kämen sie nicht zu uns. Schon 2005 wurde in der Schweizerischen Medical Tribune darauf hingewiesen. Mittlerweise ist die Existenz der Eisenmangel-Depression kaum mehr in Frage gestellt. Ebenfalls konnte nachgewiesen werden, dass 68% der Betroffenen von einer Eisenbehandlung profitieren, sofern sie nach den neuesten Konzept durchgeführt wird.

Die Resultate wurden am 5. April 2008 auf dem 1. Zürcher Eisensymposium an der ETH Zürich präsentiert und in zwei medizinischen Fachzeitschriften publiziert.

 

In den ärztlichen Eisenzentren erleben wir immer wieder, dass vormals depressive Menschen nach einer gezielten Aufsättigung mit Eiseninfusionen ihrem Psychiater die während Monaten oder Jahren eingenommenen Psychopharmaka zurückgeben.

 

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