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Ein Projekt der Stiftung Coaching For Health CFH |
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Infektionskrankheiten 2:
Mykosen:
Bei den Mykosen (Pilzerkrankungen) scheint ein Glaubenskrieg ausgebrochen zu sein. Patienten, die an verschiedenen Problemen leiden (z.B. Reizdarm oder Hautaus-schlägen), erfahren von einem Naturarzt, dass sie von einem Pilz befallen seien. Der Hausarzt, vom ängstlichen Patienten aufgesucht, kann weder im Blut noch im Stuhl oder Urin einen Pilz nachweisen. Auf Rückfrage erklärt der Naturarzt, der Pilz sei mit herkömmlichen diagnostischen Mög-lichkeiten der Schulmedizin nicht nach-weisbar.
Was ist in einem solchen Fall zu tun. Hier scheint die Gefahr zu bestehen, dass sich Schul– und Komeplementärmedizner gegen-seitig „ausspielen“.
In einem solchen Fall sollen die beiden Behandelnden miteinander telefonischen Kontakt aufnehmen, um die Problematik des gemeinsamen Patienten zu besprechen. Allenfalls lohnt sich eine antimykotische medikamentöse Behandlung durch den Hausarzt, damit die vom Naturarzt fest-gestellte Pilzbelastung ein für allemal behoben ist - nicht zuletzt zur Beruhigung des Patienten.
Schulmedizin: Bei schulmedizinisch nachgewiesenen My- kosen ist eine antimykotische Behand-lung auf jeden Fall indiziert.
Komplementärmedizin: Auch wenn schulmedizinisch eine Pilzer- krankung nicht nachweisbar ist, eine solche aber vom Naturarzt dem Patienten „ange-hängt“ wird, sollte eine komplemen- täre Behandlung durch den Hausarzt nicht abgelehnt werden. Schliesslich hat der Patient von sich aus den Naturarzt aufge- sucht, was primär bedeutet, dass er diesem vertraut. So sollten die von diesem eingeleiteten Therapiemassnahmen (sofern sie nicht schädlich sind), vom Hausarzt nicht abgelehnt werden.
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Parasitäre Erkrankungen:
Nicht nur Tropenrückkehrer, sondern auch „heimische“ Patienten können unter parasitären Erkrankungen leiden. Eine Abklärung ist einfach (Stuhl– und Blut- probe).
Schulmedizin: Bei nachgewiesenem parasitärem Infekt ist eine Behandlung mit antiparasitären Medi-kamenten indiziert. Es handelt sich um eine pragmatische Massnahme. Die betrof-fenen Patienten sind meistens symptoma-tisch (Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall) und nach der Behandlung sind sie in den meisten Fällen beschwerdefrei.
Komplementäre Methoden: Diese können nach Ansicht der Schulme- dizin keine echte Alternative zur antpara- sitären Behandlung mit Medikamenten bieten. Allerdings versuchen Naturärzte mittels Darmsanierung eine Heilung, was in jedem fall wünschenswert ist. In einer solchen Situation sollten sich der Haus– und Naturarzt telefonisch kurzschliessen, um das weiter Procedere zu besprechen und koordinieren. |
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