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Ein Projekt der Stiftung Coaching For Health CFH

Psychische Probleme 1:

 

Solche sind im Alltag sehr häufig anzutref- fen. Pathologische Bedeutung erhalten sie, sobald ein Patient einen Leidensdruck entwickelt.

 

Krankheitsbilder (Auswahl)

 

- Depressive Verstimmung

- Angstzustände

- Neurosen (Persönlichkeitsstörungen)

- Psychosen

 

 

Psychische Probleme sind in der Hausarzt- praxis täglich anzutreffen - nicht nur bei Patienten, die aus psychischen Gründen in die Sprechstunde kommen. Sobald psychi- sche Probleme einen subjektiven Leidens- druck entwickeln oder für die Entstehung oder Erhaltung von körperlichen Sympto- men von Bedeutung sind, ist eine Psycho- therapie notwendig. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um eine Verhaltens- therapie (wie kann ich mich vom „Ist-Zustand“ in den „Soll-Zustand“ begeben?

 

Schulmedizin:

Die Schulmedizin kann Medikamente ver- schreiben, die problemdistanzierend oder stimmungsaufhellend sind. Es handelt sich hierbei um eine klassische symptomunter- drückende Massnahme, die je nach Lei- densdruck des Patienten vorübergehend notwendig werden kann.

 

Psychotherapie:

Eine Psychotherapie zielt mit Vorteil darauf, den Zustand eines Patienten in möglichst kurzer Zeit zu verbessern. Die erwähnte Verhaltenstherapie entspricht am ehesten der von C.G.Jung proklamierten „Focus-Therapie“, bei welcher die Zielsetzung im Auge ist (im Gegensatz zu Freud, bei dem die Vergangenheit die hauptsächliche Rolle spielt).

 

Komplementäre Therapiemethoden:

Komplementäre Therapiemethoden können bei psychologischen Problemen unter- stützend mitwirken.  Zu nennen sind ins- besondere die Geistheilung, Fussreflexzo- nenmassage, Homöopathie sowie unter Umständen Autogenes Training und Medi- tation.

Depressive Verstimmungen:

 

Schulmedizin:

Bei depressiven Patienten werden in den meisten Fällen antidepressive Medika- mente verschrieben. Eine solche ohne Basistherapie (Psychotherapie oder kom- plementäre Therapiemethode) ist meistens unbefriedigend, da die Symptome unter-drückt werden und am Ursachenprinzip nichts geändert wird. In der Regel drängt sich eine Psychotherapie zur Optimierung der Umgangsmodalitäten der Patienten mit inneren oder äusseren Belastungsfaktoren auf.

 

Komplementäre Therapiemethoden:

Studien zeigen, dass bei milden Formen von Depressionen Arzneimittel aus der Gruppe der Phytotherapie den pharmako- logischen Medikamenten die Stirn bieten können. Insbesondere Johanniskraut-Präparate haben einen hohen Stellenwert.

 

Mittels Physiotherapie oder Myofascial Release kann der Gewebedruck vermindert werden, sodass der Nerv eine Erho- lungsmöglichkeit erhält. Homöopathische Mittel (meistens Hypericum = Johannis- kraut) unterstützt die Selbstheilungskraft für die Nervenregeneration. Eine Behand- lung mit Akupunktur soll bei gewissen Patienten ebenfalls erfolgreich sein. Eine homöopathische Konstitutionsbehandlung kann die Selbstheilung in Richtung seeli- schen Gleichgewicht anregen wie auch die Geistheilung.

 

Angstzustände:

 

Bei Patienten mit Angstzuständen gilt das gleiche Therapiekonzept wie bei de-pressiven Patienten. Es können sowohl die Schulmedizin (uterdrückende Medika- mente, als auch mit Vorteil eine Psycho- therapie zur Anwendung kommen. Komp-lementäre Therapien wie Homöopathie oder Phytotherapie zeigen nur einen ge- ringen Benefit.

 

Neurosen (Persönlichkeitsstörugen):

 

Diese pathologischen Verhaltensmuster sind meist durch frühkindliche psychoso- ziale Überbelastungen geprägt. Somit muss versucht werden, den unverarbeite- ten „Komplex“ bewusst zu machen. Erst dann kann eine Heilung gelingen. Gemäss verschiedener Lehrmeinungen sind derar- tige Probleme schlicht unheilbar. Nach der Freud‘schen Betrachtung lohnt sich eine Psychoanalyse, die aber nur in etwa 5% der Fälle zu einer Verbesserung des Zustandes führt und deshalb heute als „veraltet und überholt“ gilt. Komp-lementäre Heilmethoden sind uns bis heute nicht bekannt (vielleicht könnte eine Hypnose zur Bewusstwerdung und anschliessenden Verarbeitung mit einer Psychotherapie weiterhelfen?). Üblicher- weise wird bei Patienten mit einer Persönlichkeitsstörung eine Psycho-therapie durchgeführt, damit sie mit ihrem pathologischen Verhaltensmuster lernen, sich im sozialen Alltag zurechtzufinden.

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