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Ein Projekt der Stiftung Coaching For Health CFH

Rheumatische Erkrankungen 1:

 

 

Rheuma ist ein Wort, unter dem die meis- ten etwas anderes verstehen. Insbesonde re Laien sind oft nicht klar darüber infor- miert, unter welcher Art von Rheuma sie leiden und wie die Behandlungsoptionen grundsätzlich aussehen.

 

Es werden vier Arten von Rheumatischen Krankheiten unterschieden:

 

- Entzündlichen rheumatische Krankheiten

- Degenerative rheumatische Krankheiten

- Weichteilrheumatische Krankheiten

- Stoffwechselbedingte rheumatische 

   Krankheiten

 

Wegen der Häufigkeit des Vorkommens im Alltag und der viel gesehenen Schmerzzu- stände trotz Behandlung wird die Heraus- forderung gross, erfolgreiche Konzepte unter Einbezug der Schul– und Komple- mentärmedizin zu entwickeln.

 

Entzündliche Rheumaerkrankungen:

 

Die wenigsten Rheuma-Patienten leiden unter einer einer primär entzündlichen rheumatischen Erkrankung wie rheumatoide Arthritis, psoriatische Arthritis oder Spon-dylarthritiden. Die meisten Patienten, die erklären, sie hätten eine Arthritis, leiden unter degenerativen Gelenkproblemen, die infolge Störfaktoren (Überlastung, Kälte, Nässe) phasenweise aktiviert und somit sekundär entzündet werden. Die in dieser Kategorie aufgeführten Behandlungen be-ziehen sich auf primär entzündliche Erkran-kungen.

 

Schulmedizin:

 

Die meisten Patienten mit einer entzündli- chen Rheumaerkrankung nehmen Medika- mente ein. Sei es eine sog. Basistherapie oder Antirheumatika bei Bedarf. Die Schul-medizin kennt keine anderen Optio- nen, ist insbesondere nicht in der Lage, solche Krankheiten zu heilen.

 

Komplementäre Therapiemethoden:

Die einzige echte Alternative zur Schulme- dizin ist unseres Wissens die Phytothera- pie. So leben viele Patienten mit Weih- rauchpräparaten schmerzfrei und der Entzündungsprozess wird verzögert oder gar gestoppt. Die Akupunktur ist vor allem bei chronisch degenerativen Rheumaerkra-. kungen wirksam. Sie soll aber auch bei Arthritiden Erfolge haben.  Eine Behandlung mit Homö-opathie kann „entzündliche Spitzen“ brechen, das Fortschreiten der entzündlich destruktiven Prozesse aber kaum beeinflussen (für dieses Ziel müsste eine enorm erfolgreiche Konstitutions- behandlung durchgeführt werden, mit welcher die Selbstheilkräfte des Patienten derart angeregt werden, dass von innen her der Entzündungsprozess gestoppt wird = Wunschtraum jedes Homöopathen). Kör- pertherapien wie Physiotherapie oder Osteopathie können den Entzündungspro- zess nicht beeinflussen. Geistheilung kann bei gewisse Patienten schmerzlindernd wirken, hat aber genau so wenig Einfluss auf die Entzündung selbst.

Degenerative Rheumaerkrankungen:

 

Da der Abnützungsprozess in den Gelenken im Alter von 30 Jahren beginnt, erstaunt es nicht, dass in der heutigen Zeit, in der die Menschen immer älter werden, diese Krankheitsgruppe am häufigsten ange-troffen wird. Die Behandlung zielt auf die mögliche Erhaltung der Knorpelsubstanz (stärkende Mittel sowie gegebenenfalls Gewichtsreduktion) sowie auf die Linde-rung von Schmerzen und sekundären Ent-zündungszuständen.

 

Schulmedizin:

Schulmediziner geben knorpelerhaltende Medikamente, die kurweise über Jahre eingenommen werden müssen. Bei Schmerzen oder Aktivierungszuständen sind Antirheumatika die Therapie der Wahl. Cortisonspritzen sind selten angezeigt.

 

Komplementäre Therapiemethoden:

Aus dem Bereich der Phytotherapie sind die Grünlippmuschelextrakte und Gelatine wirksam zur Knorpelstützung. Weihrauch präparate helfen bei sekundären Entzün- dungszuständen, ebenso Homöopathika. Behandlungen mit Akupunktur sind eben- falls erfolgreich bei Schmerzzuständen. Körpertherapien wie Physiotherapie, Fel- denkrais und Alexandertechnik sind für die meisten Schmerzpatienten erfolgreich und eine notwendige Behandlung auch zur Verhinderung weiterer Aktivierungen (bes-serer Umgang mit dem Körper). Shiatsu und Fussreflexzonenmassage, Neural-therapie und Myofascial Release sind ebenfalls wirksame Methoden. Nicht selten leiden Patienten nach einer Geistheilung unter weniger Beschwerden. Diesbezüglich fehlen Langzeitbeobachtungen bis heute.

 

Weichteilrheumatische Erkrankungen:

 

Hier muss zwischen verschiedenen Arten unterschieden werden:

- Muskelverspannungen (Myogelosen)

- Knochenhautentzündungen (Tendope-  

  riostosen)

- Schulterschmerzen (Periarthropathia   

  humeroscapularis PHS)

- Fibromyalgie

 

Myogelosen:

 

Schulmedizin:

Eine muskelentspannende  Behandlung mit sog. Myotonolytika lindert die Beschwer-den, am besten begleitet von täglichen heissen Bädern in Schwefelextrakten. Cor-tisonspritzen sind zur Behandlung von Myogelosen nicht indiziert.

 

Komplementäre Therapiemethoden:

Hier können viele Therapiearten erfolgreich sein: physiotherapeutische Massagen, Shiatsu, Akupressur, Akupunktur, Fussref-lexzonenmassage und Neuraltherapie. Über Erfolge von Geistheilung kann zurzeit noch nichts ausgesagt werden. Eine homöopa-thische Behandlung steht nicht an erster Stelle, da die Erfolge zu gering sind.

Behandlungen mit Craniosacraltherapie und Osteopathie sind dann sinnvoll, wenn die Muskelverspannungen vertebrogen verur-sacht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Binningen, Dezember 2004

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