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Ein Projekt der Stiftung Coaching For Health CFH

Kopfschmerzen 1:

 

Kopfschmerzen sind nicht einfach Kopf- schmerzen, deretwegen einfach Medika- mente genommen werden sollten. Jeder Patient hat seine eigenen Kopfschmerzen. Medikamente sind je nach Leidensdruck notwendig, stellen aber keine Basisbe- handlung dar und führen nur zur Schmerz-freiheit und nicht zu einer Heilung.

 

Unterscheidung (Auswahl):

 

- Migräne

- Verspannungskopfschmerz

       - seelische Verspannung

       - körperliche Verspannung

- Kopfschmerz bei Ferritinmangel

- Kopfschmerz bei anderen körperlichen

  Problemen (Hypertonie / Tumor)

- andere Kopfschmerzen

 

 

Patienten mit häufig auftretenden oder intensiven Kopfschmerzen sollten zum Arzt gehen, damit die Ursache festgestellt werden kann. In den meisten Fällen wird eine solche nicht klar definierbar, aber immerhin können ernste Probleme wie Blut- hochdruck oder ein Hirntumor ausge- schlossen werden.

 

Migräne:

 

Schulmedizin:

Diese verfügt über potente Migränemittel, die der Patient immer dabei haben sollte. Die Anfallbehandlung ist jedem Patienten zu gönnen.

Als „Basistherapie“ können Betablocker hilfreich sein. Durch eine tägliche Einnahme dieser Medikamente sinkt die Anfalls- häufigkeit. Da viele Patienten nicht täglich Medikamente schlucken möchten, sollen unbedingt komplementäre Therapieme- thoden empfohlen werden.

 

Komplementäre Therapiemethoden:

Die Akupunktur und Neuraltherapie haben gute Erfolge. Erstere ist als Basisbehand- lung überlegen. Die Neuraltherapie ist insbesondere wirksam im Anfall (anstelle von Medikamenten) sowie bei chronischen Nackenverspannungen, die ihrerseits Migrä- neanfälle auslösen können. Bei solchen Zuständen sind insbesondere die Physio- thearpie, Osteopathie und Craniosac-raltherapie empfehlenswerte Behand-lungsmethoden.

Verspannungskopfschmerz:

 

Verspannungskopfschmerzen müssen ur- sächlich behandelt werden.

 

Körperliche Verspannungen:

 

Solche können sowohl durch Haltungs– oder Wirbelsäulenprobleme als auch durch psychische Verspannungen auftreten. Somit wird in der Regel eine Kombinations-behandlung notwendig sein.

 

Schulmedizin:

Auch hier sollen Medikamente nur bei entsprechendem Leidensdruck angewandt werden. Muskelentspannungsmittel helfen nur vorübergehend, Psychopharmaka (bei seelischer Verspannung) allein helfen kaum weiter.

 

Physiotherapie:

Diese ist sicher die Methode der Wahl. Bei chronischen Verspannungszuständen lie- gen oft Wirbelsäulenprobleme oder Hal- tungsprobleme vor. Beide Problemgruppen können mit komplementären Behandlungen gut beeinflusst werden.

 

Komplementäre Therapiemethoden:

Bei Wirbelsäulenprobleme eignet sich eine Behandlung mit Osteopathie oder Cranio-sacraltherapie. Blockaden können auch chiropraktisch oder mit Manualmedizin ge-löst werden.

Bei Haltungsproblemen sind spezifische Behandlungen mit Alexandertechnik oder Feldenkrais sinnvoll und erfolgverspre- chend.

 

Psychische Verspannungen:

 

Solche müssen ursächlich behandelt werden, sei es mit einer Psychotherapie, homöopathischen Arzneimitteln, Medita-tion, Autogenem Training oder - falls der Leidensdruck gross ist – medikamentös. Auch Geistiges Heilen hat - je nach Heiler - ein gutes Erfolgspotential.

 

Kopfschmerz bei Ferritinmangel:

 

Frauen mit tiefem Ferritinwert leiden oft unter Kopfschmerzen. Insbesondere Pati- entinnen im Menstruationsalter, die wegen Kopfschmerzen die Praxis aufsuchen, soll-ten hinsichtlich weitere Symptome des Ferritinmangelsyndroms befragt werden. Eine Ferritinkontrolle im Blut ist auf jeden Fall angezeigt.

 

Die Behandlung erfolgt mit Eisen-Kurz-infusionen, wobei die Erfolgsquote in einem solchen Fall bei über 50% liegt.

 

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