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Ein Projekt der Stiftung Coaching For Health CFH |
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Insomnie:
Schlafstörungen sind grundsätzlich schwie-rig zu behandeln. Es ist sicher nicht ratsam, einfach Schlafmittel zu konsumie- ren. Schliesslich wird damit erstens das Ursachenprinzip nicht berücksichtigt und zweitens die Gefahr einer Arzneimittelge- wöhnung in Kauf genommen.
Es muss unterschieden werden zwischen:
- Insomnie bei Ferritinmangel - Insomnie bei psychischen Problemen - Insomnie bei körperlichen Problemen - Insomnie unbekannter Ursache
Grundsätzliches:
Logischerweise ist der Einsatz von Schlaf- mitten mit Abhängigkeitspotential je mehr zu vermeiden, je jünger der Patient ist. Schliesslich liegt in der Regel bei solchen Medikamenten die Gefahr der notwenigen Dosis-Steigerung im Lauf der Jahre. Somit kann pragmatisch gesagt werden, dass ein 85-jähriger Patient weniger unter einer solchen leiden wird als ein 20-jähriger.
Eine Insomnie muss ganzheitlich behandelt werden. Die Lebensumstände müssen bekannt sein wie auch der emotionale Zustand des Patienten. Oft gelingt schon durch eine Optimierung der Lebenssituation eine Verbesserung von Schlafstörungen (Regeln der Schlafhygiene).
Schulmedizin: Die Schulmedizin kann Schlafstörungen mit Medikamenten „behandeln“. Die verabreich-ten Medikamente „bringen den Schlaf“. Zu beachten ist das Abhängigkeitspotential der Benzodiazepine, die - kurzfristig einge-setzt – dem Patienten die verdiente Ent-spannung und einen guten Schlaf erlauben.
Komplementärmedizin: Arzneimittel der Phytotherapie haben bei milden Schlafstörungen gute Wirkungen. Ähnlich wie Medikamente wirken sie ent- spannend und schlaffördernd auf den Organismus ein. Die Akupunktur hat gute Erfolge bei der Behandlung insbesondere bei Schlafstörungen, die erst seit Kurzem bestehen. Bei einer chronifizierten Insomnie liegt die Erfolgsquote etwa bei 50%, aller- dings sind dazu mindestens zwei Therapie-serien notwendig. Eine Behandlung mit Homöopathie ist schwierig, bringt aber insbesondere bei einer Konstitutions- behandlung Erfolge. Entspannungsmassnahmen wie Meditation oder Autogenes Training sind gute Mass- nahmen, die oft insbesondere zur Behand- lung von Einschlafstörungen gut wirksam sind. Allerdings muss die Indikation dazu je nach Patient gestellt werden - nicht alle eignen sich für diese Therapien.
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Ferritinmangel:
Bei Frauen im Menstruationsalter muss zur Kenntnis genommen werden, dass Insom-nie ein Symptome des Ferritinmangelsynd-roms sein kann (nach unserer Statistik leiden etwa 10 bis 15% der Patientinnen mit Ferritinmangelsyndrom unter einer In-somnie). Somit muss bei dieser Patientengruppe (Frauen im Menstruationsalter) unbedingt der Ferritinwert bestimmt werden. Liegt er unter 70 ng/ml, besteht eine 60%-ige Chance, mittels Eisenkurzinfusionen die In-somnie zu heilen. Die Erfolge sind umso erstaunlicher, als eine monatelange In- somnie innerhalb von 3 Wochen vollständig verschwinden kann.
Psychische Probleme:
Psychische Probleme führen oft zu Schlaf- störungen. Somit müssen diese ursächlich behandelt werden. Dazu eignen sich die Psychotherapie. Auch Fussreflexzo- nenmassage, Geistiges Heilen, Homöo- pathika sind wirksam. Bei nervösen Pati- enten, die nicht abschalten können, ist eine Meditation oder Autogenes Training zu empfehlen. Medikamente können unterstützend wir- ken. Insbesondere sedierende Antide- pressiva der Gruppe SSRI bringen guten Erfolg. Allerdings sollte das Ziel darin bestehen, diese Medikamente unterstüt-zend zu einer Ursachenbehandlung für eine vorübergehende Zeitspanne abzugeben. Er-fahrungsgemäss sollten SSRI wegen Rückfallgefahr nicht zu früh abgesetzt werden.
Körperliche Probleme:
Schmerz oder andere Missempfindungen im Körper (Juckreiz, Kribbeln, Hitzegefühl, Schwitzen etc,) können den Schlaf stören. Andere Ursachen wie Ferritinman- gel oder Schilddrüsenfunktion stören den Schlaf ebenfalls, werden vom Patienten aber kaum als Störfaktor für den Schlaf wahrgenommen. Die Behandlung muss ursachenbezogen durchgeführt werden und verlangt zunächst eine medizinische Abklärung.
Insomnie unklarer Ursache:
Schlafstörungen ohne erkennbare Ursache sind schwierig zu behandeln. Zu oft wird leider diese Diagnose gestellt, weil die Befragung der Patienten nicht gründlich genug durchgeführt wird. Die Anamnese ist sorgfältig und ganzheitlich zu erheben. Je nach Patiententyp, Erwartungen des Patienten, Muster der Schlafstörung und anderen individuellen Parametern soll eine komplementäre Behandlung gewählt wer-den mit dem Ziel der Stärkung der Selbst-heilung. Medikamente sollen nur bei grossem Leidensdruck des Patienten und möglichst nicht langfistig eingesetzt wer-den. |
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